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Bridge of the Gods – die Grenze zu Washington

Bevor es die neuen Bilder und Berichte vom PCT aus Washington gibt, endlich der letzte Teil der Bilder und ein kleiner Rückblick auf die Etappe durch Oregon vom letzten Jahr.

Kurz vor dem Highway gibt es wieder einmal Trail Magic – der Anlass ist die Hochzeit von zwei Hikern, die sich auf dem Trail kennen gelernt haben, in der berühmten Timberline Lodge am Mount Hood.
MIt dem Koffein von einem Vanille Cola schaffe ich es locker bergauf zu meiner geplanten Campsite an einem kleinen Bach.

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Begegnung am frühen Morgen beim Zähne putzen – im ersten Moment und ohne Brille habe ich die Raupe  für ein Stück Holz auf dem Blatt gehalten – und das ist wohl die Idee!

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Der Aufstieg Richtung Mount Hood zieht sich länger als es aussieht – doch ein ziemlich mächtiger Berg. Vor allem die letzten Höhenmeter ist der Weg aus ganz feinem losem Sand – ziemlich mühsam und rutschig beim steilen Anstieg. Doch das Frühstücksbuffet in der Timerbline Lodge ist eine gute Motivation

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Timberline Lodge

 

Timberline Lodge von oben – das Frühstücksbuffet ist legendär unter PCT-Hikern und für ein paar Dollar darf man sich mit seinem dreckigen verschwitzten Gewand und Rucksack unter die nobleren Gäste mischen, die für die Übernachtung in dem berühmten Hotel einen gut dreistelligen Betrag zahlen. Das Hotel aus den 30er Jahren war unter anderem auch Drehort für den Film The Shining.

Mit viel zu vollem Bauch geht es weiter an den wild erodierten Hängen des Mount Hood – einer der grossen Gletscherflüsse ist auch noch zu queren …

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Tiefe Schluchten am Mount Hood

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Sandy River – ein reissender Gletscherfluss mit ein paar wackeligen Baumstämmen, die beim Queren helfen

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Im breiten Bachbett des Sandy River

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Mount Hood von der Rückseite

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Die letzte Anhöhe mit schönen Aussichten auf die kommenden Berge in Washington – Mt. Adams und im Dunst kaum zu sehen die Reste vom Mt. St. Helens. Danach geht es steil ins Tal des Columbia Rivers, dem tiefsten Punkt des PCT.

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Ausblick auf den nächsten grossen Berg – Mt. Adams in Washington

Die Vegetation ändert sich schlagartig – es wird feucht und schwül, überall gibt es Moos, Flechten und Farne.

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Abstieg ins Tal zum tiefsten Punkt des PCT auf dem Eagle Creek Trail – durch den Regenwald

Der Eagle Creek Trail ist die schönere Alternative zum originalen PCT – dementsprechend zahlreich finden sich hier die Tagesausflügler auf dem schmalen ausgesetzten Trail. Neben tiefen Schluchten mit glatten Felswänden gibt es hier auch den berühmten Tunnel Fall – der Weg verläuft in einem feuchten Tunnel hinter dem Wasserfall. In der Nachmittagshitze ist der Sprühnebel des Wasserfalls richtig angenehm.

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Berühmtester Wasserfall am PCT – Tunnel Fall – der Durchgang ist im unteren Drittel

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Der Weg führt in einem Tunnel hinter dem Wasserfall vorbei

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Tunnel Fall

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Ausgesetzter Weg in die Felswand gesprengt

Das letzte Stück des Trails verläuft der Strasse – dem alten Highway, kurvig im Wald und entlang des Columbia River. Heute ist diese alte Highway nur mehr für Radfahrer und Fussgänger offen, die Autofahrer benützen den breiten Freeway.

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Der Endpunkt meiner Etappe an der Grenze zu Washington

Am späten Nachmittag erreiche ich ziemlich müde und mit schmerzenden Füssen Cascade Locks und finde tatsächlich noch ein Zimmer im Motel.

Von der Bridge of the Gods berichten die Sagen der Ureinwohner: sie entstand aus einem riesigen Bergsturz, der den Columbia River für eine geraume Zeit versperrte und dadurch eine Landbrücke bildete unter der man auch wieder mit dem Kanu durchfahren konnte. Diese durch ein Naturereignis gebildete Landbrücke wurde mit einer Sage (ähnlich wie bei uns die Teufelsgeschichten …) verwoben und war die Bridge of the Gods. Heute gibt es eine einfache Stahlkonstruktion, für deren Querung eine geringe Maut zu zahlen ist.

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So soll laut der Geschichte die Bridge of the Gods ausgesehen haben

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Die alte Schleusenanlage (Lock) von Cascade Locks

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Columbia River mit Blick auf die Bergfront, von dem der riesige Bergsturz stammt

 

Am nächsten Tag bekomme ich innerhalb weniger Minuten ein Mitfahrgelegenheit nach Portland, wo ich noch einen Tag vor meinem Heimflug habe.

Portland hat mitten in der Innenstadt einen Chinesischen Garten und am Stadtrand auf dem Gelände des ehemaligen Zoos einen grossen Japanischen Garten, die ich beide an meinem letzten Tag in Oregon besuche. Am Abend gönne ich mir noch ein nettes Abendessen in einem der vielen Brauereilokale.

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Steinmuster im Chinesischen Garten – am besten barfuss!

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Eine stille Oase inmitten der Stadt

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Und als Kontrastprogramm zum Chinesischen Garten voller Poesie und Muster die Einfachheit und Stille des Japanischen Gartens… ich kann mich kaum sattsehen, so voller schöner Bilder ist dieser Garten.

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Eines der Highlights ist der Ausblick vom Japanischen Garten auf den Mt. Hood, an dessen Hängen ich noch vor zwei Tagen zu Fuss unterwegs war

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Mit dem Überqueren der Bridge of the Gods beginnt am 8. August der letzte Teil meines PCT-Abenteuers …

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